Ferdinand Nilgen

Schriftzeichen
Elefantenreiten

chinesisch"Die vergessene Kunst"

Was ist ein Skalpell-Papierstich?

Dazu sagt der Künstler Ferdinand Nilgen:

„Im Buddhismus ist schwarz die wichtigste Farbe, die die Chinesen als ihr Ausdruckmittel gewählt haben.
Die Gedankenübermittlung mit dem Pinsel in kalligrafischen Schrift-
zeichen und Tuschemalerei,
 

Skriptorium ihre ersten Kulturträger also, wurden mit schwarzer Tusche geschrieben.
Dabei hat das Schwarz, wie die dunkle Nacht im Wald, alle Nuancen nach Empfindung und Stimmung. Ich möchte versuchen, diesem Gen-Schwarz, durch den Skalpell-Papierstich sichtbare Gestalt zu geben, um so vielleicht Empfindungen und Gedanken auszulösen. Später haben die Mönche und großen Meister das Farbliche hinzugefügt. Leider gibt es heute weniger gute chinesische Skalpell-Papierstecher. Bei einem farblich gestalteten Bild braucht es mehrere Arbeitsgänge.

 

Erst müssen die Figur, die Landschaft oder die Schriftzeichen gestochen werden. Das ausgestochene ‚Schwarze‘ wird sorgfältig auf weißen Karton geklebt. Anschließend wird Pergamentpapier aufgelegt und alles neu gezeichnet. Das ist die Vorlage für die einzelnen farblichen Papiere, wie Marmor-, Maulbeerbaum- oder Reispapier. Mein Wunsch ist es, dieses alte Handwerk, welches ich auch bei chinesischen Mönchen erlernt habe, in Ausstellungen zu vermitteln“.

Vernissage, Sonntag, 26. Januar 2020 um 11 Uhr.

Datum